Der Inventory Placement Service — meist als IPS abgekuerzt — ist eine kostenpflichtige Amazon-FBA-Option, mit der ein Seller eine komplette Eingangssendung an ein einzelnes Fulfillment Center schicken kann, statt Amazons standardmaessigen Multi-FC-Split zu akzeptieren. Amazon verteilt die Einheiten anschliessend intern auf eigene Kosten weiter — der Seller spart sich die Komplexitaet der Anlieferung im Austausch gegen eine Gebuehr pro Einheit.
So funktioniert der Inventory Placement Service
- Oeffne in Seller Central: Einstellungen → Fulfillment by Amazon → Inbound Settings → Inventory Placement Option.
- Wechsle von “Distributed Inventory Placement” (Standard, kostenlos) zu “Inventory Placement Service” (kostenpflichtig).
- Wenn du den naechsten Shipment Plan erstellst, weist Amazon ein einziges Ziel-FC zu — meist dasjenige, das deiner Versandadresse am naechsten liegt.
- Amazon berechnet die IPS-Gebuehr pro Einheit beim Wareneingang; die Gebuehr variiert nach Groessenklasse und Massen.
- Amazon transferiert die Einheiten intern zu anderen FCs auf Basis der Bedarfsprognose — waehrend des Transports siehst du sie in den Inventarreports als “reserved”.
Distributed vs. Inventory Placement
| Merkmal | Distributed (Standard) | Inventory Placement Service |
|---|---|---|
| Anzahl der Ziel-FCs pro Sendung | 2-5 (von Amazon zugewiesen) | 1 |
| Komplexitaet der Anlieferung | Mehrere Abholungen oder geteilte LKW-Ladungen | Ein einziges Ziel |
| Amazon-Gebuehr | Kostenlos | IPS-Gebuehr pro Einheit |
| Zeit bis verkaufsbereit | Langsamer (alle FCs muessen einbuchen) | Schneller zum ersten FC; langsamer zur vollen nationalen Abdeckung |
| Am besten fuer | Seller mit effizienten LTL-/Frachtnetzwerken | Seller, die Paketversand, direkt vom Hersteller oder per Dropshipping in FBA einliefern |
Wann sich IPS lohnt
- Paketsendungen — ein einzelnes UPS-/FedEx-Label statt 3-5 spart in der Regel mehr, als die IPS-Gebuehr kostet.
- Erste Sendungen einer neuen SKU — du weisst noch nicht, welche FCs sie brauchen; lass Amazon verteilen.
- Direkt vom Hersteller — der Lieferant sendet eine Palette an eine Adresse; IPS vermeidet aufgesplittete Ladungen.
- Kleine Seller ohne Frachtmakler — Split-Sendungen erfordern LTL-Beziehungen, die die meisten 1-2-Personen-Betriebe nicht haben.
Wann IPS verliert
- Voluminoese LTL-Sendungen — die IPS-Gebuehr pro Einheit uebersteigt in der Regel die LTL-Frachtersparnis.
- Grosse Seller mit regionalen 3PL-Lagern — du versendest bereits nah an den lokalen Hubs der FCs.
- Langsam drehende SKU — der interne Transfer zu anderen FCs kann 2-4 Wochen dauern und verzoegert die nationale Prime-Abdeckung.
Wie SellerSonar hilft
- Retail Issues Alerts machen Empfangsverzoegerungen, Stranded Units und Abstimmungsprobleme sichtbar, die beide Placement-Methoden treffen koennen.
- Der Buy Box Tracker hilft, regionalen Buy-Box-Verlust zu erkennen, der durch langsame Multi-FC-Verteilung nach einer IPS-Sendung entsteht.
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Verwandte Begriffe
- Fulfillment Center — das Ziel, das IPS auf ein einziges reduziert
- Amazon FBA — das Programm, in dem IPS eine Option ist
- IPI (Inventory Performance Index) — der Score, in den Placement-Entscheidungen letztlich einfliessen
